Nicht nur Liebe geht durch den Magen, sondern in vielerlei Hinsicht auch Intelligenz: Das Stichwort lautet Brainfood. Verfechter des Brainfood plädieren für eine ausgewogene Ernährung, die Energie liefert und auch noch schmeckt. Kern des Brainfood-Konzepts ist ein fein abgestimmter Mix aus Kohlenhydraten, Fetten, Proteinen und Mineralstoffen, die sowohl den Blutzuckerspiegel konstant halten als auch die Leistungsfähigkeit erhöhen.

Neben den allgemein bekannten Vorzügen einer ausgewogenen Ernährung bringt Brainfood, wie der Name schon sagt, vor allem die grauen Zellen in Schwung: Konzentrationsfähigkeit, Belastbarkeit und Gedächtnisleistung werden mit Hilfe der richtigen Nahrungsmittel gesteigert. Zunächst einmal ist im Rahmen des Brainfood-Konzepts viel Wert auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu legen, denn das Gehirn ist zur Ausschöpfung seines Potentials auf viel Wasser angewiesen. Mindestens zwei bis drei Liter täglich in Form von Mineralwasser, ungesüßten Tees oder kalorienarmen Schorlen helfen bereits, Müdigkeit und Leistungstiefs vorzubeugen.

Damit der Gehirnstoffwechsel perfekt funktionieren kann, sind auch in der Ernährung einige Brainfood-Vorgaben zu beachten. Brainfood bedeutet vor allem frische, am besten saisonale Zutaten, die in der richtigen Zusammenstellung Konzentrationsschwächen vermindern und Denkleistungen verbessern. Das Gehirn als Schaltzentrale des menschlichen Körpers verbraucht mehr als 20% des täglichen Energiebedarfs. Da es anders als Muskeln oder Fettgewebe keine Energie speichern kann, ist es auf eine regelmäßige Versorgung mit Nährstoffen aus dem Blut, idealerweise durch fünf Mahlzeiten täglich, angewiesen.

Brainfood-Lieferant Nummer 1 sind komplexe Kohlenhydrate. Diese langkettigen Kohlenhydrate werden vom Körper nur nach und nach in ihre Bausteine zerlegt und gelangen so über einen längeren Zeitraum kontinuierlich ins Gehirn. Geeignetes Brainfood sind vor allem Vollkornprodukte, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse. Auch Haferflocken sind als Brainfood bestens geeignet. Die Banane als Brainfood liefert schnelle Energie, die dank der Aminosäure Tryptophan auch noch gute Laune macht, denn sie wird vom Gehirn in den Glücklichmacher Serotin umgewandelt. Der Apfel macht ebenfalls eine gute Figur als Brainfood: Neben vielen wichtigen Vitaminen enthält er Lycopin, das die Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit unterstützt.

Zudem schützen einige seiner Inhaltsstoffe das Gehirn vor Freien Radikalen. Diese schädlichen Moleküle stehen am Anfang vieler Gesundheitsprobleme, da sie die Zellen angreifen und funktionsuntüchtig machen können: Bluthochdruck, Krampfadern, Herz-Kreislauf-Beschwerden bis hin zu Krebs sind die Folgen. Brainfood mit einer hohen Konzentration von Antioxidantien schafft Abhilfe, da diese die Freien Radikale unschädlich machen. Brainfood wie Gemüse, Kräuter, Früchte und Nüsse sollte also möglichst oft auf dem Speiseplan stehen.

Aber Achtung: Um von den Antioxidantien dieses Brainfoods zu profitieren, sollte man es nicht in Kombination mit Milchprodukten zu sich nehmen, da diese die die Antioxidantien in ihrer Aufgabe behindert. Ebenfalls wichtig: Obst und Gemüse als Brainfood nie schälen, da viele der wichtigen Bestandteile unmittelbar unter oder in der Schale liegen.
Ein weiterer wichtiger Energielieferant und damit Brainfood-Kandidat sind Fette. Vor allem Omega-3-Fettsäuren spielen eine enorm wichtige Rolle für die Gehirnfunktion und sind beispielsweise mit Raps- oder Walnussöl, fettem Fisch und Nüssen abzudecken. Besonders prädestiniert als Brainfood sind auch Trockenfrüchte wie Apfelchips, Kiwichips oder anderes Trockenobst: Durch die Trocknung liegen alle gesunden Inhaltsstoffe der frischen Ausgangsfrüchte in ihnen in konzentrierter Form vor.

Ebenfalls von großer Bedeutung für die Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff und damit für die Leistungsfähigkeit ist Eisen. Brainfood wie rotes Fleisch und Leber enthalten viel davon. Positive Auswirkungen auf das Gehirn haben zudem viele Beeren; Heidelbeeren oder Cranberries sind also nicht nur lecker, sondern auch extrem gesund. Aber selbst Schokolade kann als Brainfood dienen, wenn man die richtige Sorte auswählt: Dunkle Schokolade enthält Flavanole, die die Durchblutung des Gehirnes anregen.

Brainfood leistet außerdem einen Beitrag zur Kommunikation der Gehirnzellen untereinander: Das Brainfood liefert Eiweiß, aus dem die zur Kommunikation notwendigen Neurotransmitter aufgebaut werden. Fisch oder Meeresfrüchte, magere Milchprodukte und Fleisch, aber auch Hülsenfrüchte sind hier das Brainfood der Wahl, um das Gehirn optimal mit Eiweiß zu versorgen.