Die Lufttrocknung (auch als Dörren bezeichnet) ist ein Überbegriff für alle Trocknungsprozesse an der Luft unter normalen atmosphärischen Standartbedingungen. In Bezug auf Lebensmittel ist sie eine Konservierungsform, bei der diesen unter normalen Lufttemperaturen Wasser entzogen wird. Eine zusätzliche Wärmezuführung erfolgt nicht. Durch den Wasserentzug wird der Feuchtigkeitsgehalt auf durchschnittlich 20 – 25 % gesenkt. Dies führt zu einer erhöhten Haltbarkeit des Lebensmittels, sodass ein Verderben oder Verschimmeln wesentlich verlangsamt wird. Der Geschmack bleibt dabei erhalten und wird teilweise sogar intensiviert.

Die Trocknung selbst erfolgt durch ausbreiten des Lebensmittels auf einem Lattenrost (früher: Darre), durch aufziehen auf Zwirnfäden oder auf sonstige Weise, die ein zirkulieren der Luft, geschützt vor Regen und direkter Sonneneinstrahlung, ermöglicht. Der Flüssigkeitsentzug erfolgt hierbei durch Verdunsten. Entscheidend für die Trocknungsgeschwindigkeit sind die Temperatur, die Windgeschwindigkeit und die Luftfeuchtigkeit der Umgebungsluft.

Dieses Verfahren wird heutzutage u.a. angewandt für die Trocknung von Getreide, Kräutern, Pfeffer, Pilzen, Hülsenfrüchten (z.B. Bohnen, Erbsen und Linsen), Obst (insbesondere Apfelringe, Backobst und Rosinen), Fleisch und Fisch.

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